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    Einzelausstellung im Rahmen des BÖS Literatursalons

    Literatursalon 13.06.2026

    Lesungen:
    Markus Köhle: Land der Zäune. Sonderzahl Verlag, 2025
    Kaśka Bryla: mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich. Residenz, 2025
    Gertraud Klemm: Abschied vom Phallozän. Matthes & Seitz Berlin Verlag, 2025

    Klangkunst: Anja Schaflinger und Laura Roth “Eine Allegorie der Erinnerung”

    Moderation: Erika Kronabitter
    Ausstellung: Rhea Krčmářová “Ein Labyrinth in selbst gewebten Wegen – transmediale Text(il)kunst”

    Die Ausstellung ist bis September während der Kurszeiten und auf Anfrage zu sehen

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  • Lyrik,  Rezension

    Neue Rezensionen für die Poesiegalerie

    Bilder vieler Ausstellungen –Rhea Krčmářová liest Astrid Nischkauers ohne Titel

    Liest man die Lebensbeschreibungen von Poetinnen und Poeten, findet man Anstellungen bei örtlichen Bibliotheken und in Schlachthöfen, als Yogalehrerin oder als Bierfahrer. Dichterinnen und Dichter leben selten von Lyrik alleine (und ja, das gilt auch für andere Schreibende, aber bei Lyrik ist es besonders herausfordernd, den Lebensunterhalt nur mit dem Schreiben zu bestreiten).

    Die Wiener Autorin, Herausgeberin, Kulturvermittlerin und Übersetzerin Astrid Nischkauer arbeitete einige Jahre als Teilzeit-Aufsicht bei den Bundes- und in anderen Museen, was zu einer ausführlichen lyrischen Auseinandersetzung führte, nicht nur mit den Werken, sondern auch mit der Arbeit im Museum. Inspiriert von den „heiligen Hallen“ von Albertina, KHM, Möbelmuseum und Co. schrieb sie Museumsgedichte, deren dritter Band ohne Titel (nach Satyr mit Thunfisch und du Wundergecko, 2018 und 2021) vor kurzem im Verlag Parasitenpresse erschien. Weiterlesen HIER

    Schreiben im Schatten der MachtlosigkeitRhea Krcmárová liest Christopher Schmalls gegenstandslos

     

    Die ersten Zeilen, die man von Christopher Schmalls Gedichtband liest, stehen nicht im Buchinneren, sondern sind in Blockbuchstaben auf die Rückseite gedruckt. Dicht an dicht über in sich verlaufenden Farbstreifen werfen sie Fragen auf, die sich durch das gesamte Buch ziehen: Bedeutet Schweigen Mittäterschaft?

    Ist es die Verantwortung als Dichter, etwas zu sagen und Stellung zu beziehen? Muss Content kreiert werden auf Gedeih und Verderb?

    Der Autor widmet sich diesen Fragen ausführlich und formell divers. Laut Verlag handelt es sich bei gegenstandslos um eine „Sammlung von 77 politischen, philosophischen Gedichten, die in Form und Länge variieren, vom Einzeiler bis zum mehrseitigen Zyklus“. Schmalls Gedichte thematisieren Krieg, Umweltzerstörung, Konsum, Heimat, NS-Zeit, Glaube, Psyche und Identität.

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  • Blog,  Essay,  Rezension

    Poesiegalerie Sommerlektüren – Rhea Krčmářová liest Jane Wels

    Von Deepfakes, Kamillenzungen und Quilts aus Worten – Rhea Krčmářová liest Jane Wels´ Schwankende Lupinen als Sommerlektüre

    Ein Geständnis zuerst: Rein von Titel und Aufmachung her wäre Jane Wels´ Gedichtband nicht unbedingt ein Buch, zu dem ich gegriffen hätte. Als jemand, die zwar eine Vorliebe für Mythologie hat, zur Natur als eingefleischter Stadtmensch aber kein wirklich intensives Verhältnis pflegt, hätte ich das Buch – ohne es zu kennen – vielleicht als zu blumig abgetan.

    Zum Glück ist Jane Wels auf Social Media sehr aktiv und postet regelmäßig ihre (aber auch andere) Lyrik, und so weiß ich, dass ihre Gedichte, trotz immer wieder eingeflochtener Naturmetaphern, alles sind, nur kein floraler Querschnitt durch das Gartenjahr.

    Nachdem ich das Buch Anfang des Jahres schon quergelesen hatte, beschloß ich, es auf meine Sommerlektüreliste zu setzen und es langsam und genüsslich durchzuarbeiten. Wels´ Lupinen und andere Gedichte begleiteten mich durch den Wiener Baustellensommer voller Umleitungen, linderten meine Qual im vollgestopften Schienenersatzverkehrsbus am Gaudenzdorfer Gürtel und fanden einmal sogar den Weg in meine Badetasche (dass ich an diesem Tag im Kongressbad den Kollegen jopa jotakin und Benedikt Steiner über den Weg lief, wird kein Zufall sein).

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  • Lyrik

    Neue Besprechung von Tagebruch Instant von Alexander Kluy / Poesiegalerie

    Alexander Kluy liest Rhea Krčmářovás Tagebruch / Instant

    Surrealistisches, Zärtliches

    Dieses Auftaktpoem ist nicht zufällig als erstes an die Tête gesetzt worden. Denn bereits hier finden sich Plastizität und Sinnlichkeit, das genaue Schauen und das präzise Metamorphisieren, die Verwandlung von Welt in Poesie. Immer wieder gelingen ihr, so wie „Sommerfreitagruheabend“, großartige linguistische Coups. Nicht selten gemahnt ihr Tonfall an Surrealistisches. Sie vermag auch graziös und auf der Stelle einleuchtende Neologismen zu erfinden, so zum Beispiel „Frühnachmittagsbling“ oder „Glitterknochen“ oder „Saisonstumpf“. Immer wieder lässt sich Zartheit verorten und Zärtlichkeit konstatieren und, auch, Sehnsucht und, zusehends, Verlangen.

    Manche Poeme sind Moment-Aufnahmen, Sekunden-Splitter, die dem einen Teil des Untertitels, „Instant“, entsprechen und von denen nicht wenige in sich schier perfekt anmuten:

    „twinkle twinkle / kleine Hand / Hang zum Geschliffenen / gelenksbereit / und wenn die 
    
    Triumpheserinnerungen / erdwärts sich hängen / fangen sich Sonnen / "
    
    Gesamte Rezension hier