Lesung und Performance Buchmesse Kyiv

Emigration. Sprachverlust. Identitätssuche. Die österreichische Schriftstellerin mit Prager Wurzeln Rhea Krcmárová hat die Folgen der Trennung zwischen Österreich und der ehemaligen ČSSR am eigenen Leib erlebt. Als kleines Mädchen lebte sie in der Nähe der österreichischen Grenze und konnte nicht begreifen, wie das Wasser bis zum Meer käme, wenn das Nachbarland unbetretbar war!

Während des Book Arsenals stellt die Schriftstellerin ihren Erzählungsband „Böhmen ist der Ozean“ vor. Es geht dabei um die Erfahrungen von jemandem, der zwischen den Kulturen hin- und herfließt, und auf die Wunden des Kommunismus und die Versuche einer Neuorientierung und eines Wieder-Zusammenwachsenwollens blickt.

25. Mai, Samstag
14:00 – 14:45 (Outdoor stage) – Lesung und Gespräch mit Rhea Krcmárová und der Übersetzerin Roksolana Sviato

26. Mai, Sonntag
14:00 – 14:45 (Cinema) – Performance „Mündungen und Moldauwellen“2

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Lesung Alte Schmiede Wien, 24.5.2018

24.5.2018 Do, 19:00

Lesungen RHEA KRČMÁŘOVÁ • CHRISTINE PITZKE

Panta rhei oder Das erste Meer ist Sprache • Lesungen, Gespräche • RHEA KRČMÁŘOVÁ (Wien) liest aus Böhmen ist der Ozean. Erzählungen (Kremayr & Scheriau Verlag, 2018) • CHRISTINE PITZKE (München) liest aus Wir stehen unter Schöpfung. Roman (müry salzmann Verlag, 2018) • Einleitungen und Moderation: Annalena Stabauer

In Rhea Krčmářovás Erzählband Böhmen ist der Ozean trägt das Festland nicht. Von den Gewässern aus aber lässt sich vorzüglich über das wechselvolle Leben nachdenken und erzählen. Individuelle Geschichte, Zeitgeschichte und Mythen führt diese scheinbar leichthin formbewusste Prosa zusammen. Wie verschiedengestaltige Abschnitte eines Flusses umspielen die neun Erzählungen des Bandes die Themen Emigration, Sprachverlust, Zugehörigkeit.

Christine Pitzke lässt in ihrem Roman Wir stehen unter Schöpfung den Grund ihrer Figuren schwanken und überführt deren Bewegungen in taktile, poetische Sätze. Berger sucht nach seinem Sohn Dieter, der seit einer Massenpanik als vermisst gilt. Im Haus einer alten Freundin, das regelmäßig unter Wasser steht, wird er mit Familiengeschichte konfrontiert, die ungewiss ist wie die Gegenwart. Dieter hat mit seiner Freundin ein Stelzenhaus an der Nordsee bezogen und forscht dann, anstatt zurückzukehren, in den USA dieser Familiengeschichte nach.

Rhea Krčmářová, * in Prag, studierte Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien, Theaterwissenschaft, Gesang und Schauspiel; lebt als freie Autorin in Wien. Prosa, Theatertexte, Libretti, Lyrik, transmediale Kunst. 2015 Preis des Landes Niederösterreich beim Literaturpreis Wartholz. 2014 erschien der Roman Venus in echt.

Christine Pitzke, *1964 in Burghausen, Studium der Literaturwissenschaft und Psychologie in München, wo sie lebt. Rauriser Literaturpreis 2005 für den Roman Versuche, den Morgen zu beschreiben. Seither erschienen die Romane Nächste Nähe, weit entfernt (2007); Der Sommer, in dem Folgendes geschah (2010), Im Hotel der kleinen Bilder (2013).

Eintritt frei. Mehr Informationen hier

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Erzählband „Böhmen ist der Ozean“

Das Wasser schlängelt sich um die Orte Böhmens, als wären es Inseln. Mal tritt es über die Ufer, mal verschluckt es Land und Leute, eine Verbindungslinie, die hinter den Eisernen Vorhang führt, oder kuriose Urgewalt, die Leben und Tod bringt. Und es birgt Rusalkas, Wassermänner und Frühlingsgöttinnen, die Zeugen einer anderen Zeit sind, Vergangenes ans Tageslicht holen oder für immer in den Tiefen des Ozeans verschwinden lassen.

Rhea Krčmářová erzählt in ihren Geschichten von den Spuren, die der Kommunismus hinterlassen hat. Emigration und Sprachverlust machen die Figuren zu Suchenden: nach der eigenen Herkunft, nach einem kleinen Stück Heimat. Dabei schafft sie eine Sprache, die wie das Wasser in ihren Geschichten als verbindendes Element durch die Geschichten fließt – von bezaubernder Musikalität und Vielstimmigkeit.

„Ich bin elf oder zwölf, nach einem halben Leben werde ich an die Moldau zurückgespült, besuchsweise. Nichts hat sich verändert, an jeder Ecke Golems und Geister, überall glaube ich den vodník zu sehen.“

Hardcover mit Schutzumschlag

208 Seiten, Format 12 x 20

Kremayr & Scheriau 2018

19,90 €

ISBN: 978-3-218-01105-

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Tagebuchtag 2017 – Lesung in St. Georgen 2.12.2017

Vier SchriftstellerInnen lesen vor – Semier Insayif, Rhea Krcmárová, Günter Vallaster, Gerda Sengstbratl

Organisation und Moderation: Gerda Sengstbratl

Eine Veranstaltung der Grazer Autorinnen Autorenversammlung, gemeinsam mit der Mühlviertel-Waldviertel Galerie MÜWA und der Bücherei St. Georgen am Walde

Samstag, 2.12.2017 18:00 – 21:00

MÜWA – Mühlviertel Waldviertel Galerie

Markt 10, 4372 Sankt Georgen, Oberosterreich
 
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